Mittwoch, 30. Juli 2008

"Bautagebuch" Renovierung Kommersraum

Damit alle Bundesbrüder nachverfolgen können was mit den Verbindungsmillionen geschieht (die Baustelle ist ja vor neugierigen Blicken geschützt ), findet ihr nachstehend einen Kurzabriß der einzelnen Bautage - viel Spaß!

Zu den (noch öfter genannten) Einzelprojekten folgende Informationen:

- Anbringen von (hinterlüfteten) Rigipsplatten dort wo heute weiße, senkrechte Wände sind (Ausnahme: Bögen, die bleiben wie gehabt) & Ausmalen (weiß)

- Erneuerung der Holzlamperie

- Einbau von Holzregalen in die Nieschen

- Verfliesen des Bodens

Wir hoffen alle Projekte realisieren zu können, da wir ohne Berücksichtigung der Verbrauchsmaterialien (Schrauben, Farbe etc.) bereits jetzt am Limit des vom BC zugesicherten Budgets sind. Nachdem das Bodenfliesenprojekt nachträglich (nach BC) dazu kam, müssen wir ev. auch weiterhin mit dem alten Linoleum leben

Sollte sich jemand beim Lesen dieser Zeilen bemüssigt fühlen dem Fliesenprojekt "auf die Sprünge zu helfen", so nimmt Bbr. Blacky (XXXX) gerne entsprechende Zuwendungen entgegen

LG Dionysos

Nie wieder Baumthal?

Vorweg ein Hinweis an alle, die den 28./29. Juni 2008 nicht bei Diogenes und Gerlinde verbracht haben: Ihr habt etwas versäumt! Und zwar nicht irgendetwas, sondern den mehr als würdigen Abschied einer 20-jährigen Institution!
Unbestätigten Gerüchten zufolge fühlen sich die lieben Schaubis nämlich allmählich „zu alt“ dafür, eine ausgehungerte Meute von Greifensteinern sowie deren Anhang und Kartellbrüder und –schwestern in ihr romantisches Anwesen in Baumthal, am Fuße des Semmerings, zu laden. Was wir, die wir auch heuer ein wunderschönes Wochenende bei ihnen verbringen durften, sehr schade finden, Aber wer weiß, vielleicht überlegt es sich der liebe Diogenes ja noch einmal. Vorsorglich wurde den Schaubis aber am Samstagabend ein dickes Erinnerungsstück überreicht; ein Fotoalbum samt witzigen Kommentaren zu 20 Jahren Baumthal, liebevoll gestaltet unter der Federführung von Dionysos. Aber nicht nur die Überreichung dieses Dankgeschenks im Rahmen der Semesterschlusskneipe trieb so manchem Anwesenden Tränen in die Augen. Zuvor hatte nämlich unser Verbindungsseelsorger Cadfael Greifensteins Dankesband überreicht bekommen – und Brutus sprach uns allen aus der Seele, als er ihm nicht nur für seinen aufopfernden Einsatz im Sinne unserer Prinzipe Religio und Amicitia dankte, sondern ihm auch wünschte, dass sich sein Gesundheitszustand rasch wieder verbessern soll!
Wie sehr ihm das seelische Wohl seiner Bundesbrüder am Herzen liegt, hat Cadfael am Samstagnachmittag einmal mehr bewiesen, als er eine sehr berührende Festmesse im Zeichen der Namenstags-Apostel Petrus und Paulus hielt und dabei unverdrossen in der prallen Sonne predigte. Dass wir nicht allesamt umgefallen sind, verdanken wir wohl den guten Aufstrich- und Speckbroten, die uns zuvor serviert worden waren (Danke Ingrid, Gerlinde & Co!) – und weil wir ohnehin schon an gutes Essen gewöhnt waren, servierte man uns nach der Kneipe so viel wunderbares Gegrilltes, dass wir fast Mühe hatten, alles aufzuessen…
Dass danach mindestens genauso viel getrunken wurde – und sich einige Bundesbrüder erst schlafen legten, als die ersten schon wieder aufwachten (Atomos hat doch tatsächlich in der Früh Eierschwammerl gesammelt!) – braucht wohl nicht erwähnt zu werden.
Viel wichtiger erscheint mir der Hinweis auf ein anderes Ereignis: Baumthal 2008 hat nämlich dafür gesorgt, dass unsere beiden Alten Herren Michalengelo und Marco Polo einander nach Jahrzehnten wieder in die Arme schließen konnten. Jung und Alt verbinden – unter diesem Motto hat die Greifenstein die letzten 20 Jahre ihre Sommersemester in Baumthal ausklingen lassen. Und die dabeigewesen sind, werden sich noch lange an diese wunderbaren Wochenenden erinnern . . .

95. Stiftungsfest

12./13. April 2008
Samstag, 15 Uhr. Es wird hektisch auf der Bude, die Bundesbrüder, die ab 19.30 Uhr beim Festkommers zum 95. Stiftungsfest der Ö.k.St.V. Greifenstein chargieren sollen, schleppen den mit Wichsen vollgepackten Koffer und die Standarte zu Dionysos’ Auto. Es gilt möglichst früh im Kolpinghaus Alsergrund zu sein, damit ja genügend Zeit zum Proben bleibt. Schließlich feiern wir unser Stiftungsfest gemeinsam mit unserer Tochterverbindung, e.v. K.Ö.B. Ostgau zu Wien, sowie unserer Freundschaftsverbindung, e.v. K.Ö.St.V. Austro-Bavaria zu Wien. Und das bedeutet, dass insgesamt 17 Chargierte (neben den drei feiernden Verbindungen auch noch Vertreter e.v. K.Ö.St.V. Vindobona II, Vertreterinnen e.v. K.Ö.St.V. Vindobona Nova sowie die flankierte WSTV-Standarte) aufeinander abgestimmt werden müssen.
Unterdessen halte ich auf der Bude die Stellung, weil ja das gute Gulasch, das traditionell beim Kommers-Ausklang auf unserer Bude verspeist wird, noch ein letztes Mal so richtig eingekocht werden will. (Wir haben nämlich aus dem Desaster des Vorjahres gelernt und es nicht drei Tage klang durchkochen lassen, was damals nämlich zur Folge hatte, dass Chilli und ich gegen halb zwei zu dem Schluss kamen, „dass des dunkle da drin echt net normal is und wir des oarme Gulasch am besten ins Klo schütn“.) Das letzte Aufkochen dürfte mir übrigens recht gut gelungen sein, denn als ich nach dem Kommers mit einiger Verspätung auf der Bude eintraf, war der Topf schon so gut wie leer – ob das jetzt an der Zahl der treuen Gäste (es waren ja wirklich sehr viele) oder an deren Gier lag, sei dahingestellt.
Denn um meine Gulasch-Befindlichkeiten geht es ja hier auch gar nicht, sondern vielmehr um ein Erinnerungsstück an ein wunderschönes Stiftungsfest, das einiges zu bieten hatte. Immerhin haben zwei unserer Bundesbrüder endlich einen mutigen Schritt gewagt: Tintifax und Centurio ließen sich nach gefühlten hundert aktiven Semestern und ebenso vielen Chargen (immerhin haben sie ja wesentlichen Anteil daran gehabt, dass die Greifenstein das ist, was sie derzeit ist) philistrieren – was unserem lieben Philistersenior Brutus einmal mehr die Gelegenheit gab, ihnen Greifensteins Dank auszusprechen und in Erinnerungen an schöne gemeinsame Momente zu schwelgen (dass er dabei ausschweifend geworden wäre, ist nur ein böses Gerücht!). Zudem gab es ein 100-Semester-Band zu verleihen, nämlich an unseren lieben Bundesbruder Parsifal; Aristides wurde das 50-Semester-Band überreicht (Theoderich, der leider nicht kommen konnte, wurde sein 100-Semester-Band verspätet bei Brutus’ Geburtstagsfeier auf der Bude am 11. Juli überreicht).
Ach ja, und nach der gemeinsamen Reception und gleichzeitigen Branderung mit Chilli sind wir an besagtem Samstag auch zusammen geburscht worden. Wer weiß, vielleicht lassen wir uns ja einst auch am selben Tag philistrieren… (Natürlich erst nach vielen, vielen aktiven Semestern im Dienste unserer Verbindung!)
Unterdessen hat unser neuer Fuchsmajor Joge seinen ersten großen Festkommers bravourös absolviert (und kraft seiner Gewalt als Contrarium während der Festrede von unserem lieben Kartellbruder Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal v/o. Dion, NbW im ÖCV auch ein paar Störenfriede zurechtgewiesen). Alles in allem war es ein sehr eindrucksvolles Stiftungsfest, das dann auf unserer Bude noch gebührend weitergefeiert wurde – und zwar so ausgiebig, dass eine Handvoll Bundesbrüder direkt vom Ausklang zur Festmesse am Sonntag in der Karmeliterkirche kam. Und nein, sie sind nicht während der Messe eingeschlafen, und auch nicht beim Heurigen ums Eck, wo wir nach dem Festgottesdienst einkehrten. Und für alle, die sich am Sonntag in der Früh aufgerafft hatten – das waren immerhin gut zwei Dutzend Greifensteiner und Austro-Bavarier –, war es nach einem ereignisreichen Samstagabend ein sehr entspannender Sonntag, den einige Bundesbrüder im Schweizerhaus ausklingen ließen. Ja, wir Greifensteiner verstehen es eben zu feiern…