Diesmal beschlossen wir einen Ausflug nach Greifenstein zu machen, zu jener Burg, nach der unsere Verbindung benannt ist. Wieso heißen wir Greifenstein? Das war die Frage, die sich die Aktivitas stellte und dem wollten wir nachgehen!
Am Sonntag, den 18.9.2005, haben wir uns am Bahnhof Heiligenstadt getroffen, um mit der Franz-Josefs - Bahn weiter nach Greifenstein zu fahren. Unter den Anwesenden war unser Senior Uffo, Fuxmajor Tintifax mit Freundin, Kassier Ben und die Füxe Blacky und Horus. Als wir auf den Zug warteten bekamen wir einen freudigen Besuch von unserem alten Herrn Orest, der zwar nicht mitfahren konnte, doch uns finanziell unterstützte. An dieser Stelle gleich ein Dank an ihn!
Die Fahrkarten gekauft, in den richtigen Zug eingestiegen, kamen wir auch schon in dem Dorf Greifenstein an. Dieses Plätzchen an der Donau ist zwar nicht gerade groß, allerdings gibt es hier wunderschöne Heurigen und ein sehr altes und beeindruckendes Wahrzeichen, die Burg Greifenstein. Nun begann der Aufstieg zu der Burg.
Leider mussten wir feststellen, dass die Fitness einiger Bundesbrüder zu wünschen übrig lässt. Speziell unserem Fuxmajor Tintifax machte die Lunge einen Strich durch die Rechnung, mit allerletzter Kraft konnte er sich noch den Burggraben heraufziehen. Doch auch das nur mithilfe seiner treuen Füxe, aber unser lieber Tintifax konnte ja noch nicht wissen, dass ihm noch Schlimmeres bevorstand!
Endlich kehrten wir in der Burg ein und labten schon unsere Zungen mit dem ein oder anderen Gläschen Sturm, die wir bei einer wunderschönen Aussicht auf die Donau genießen konnten. Eine Führung durch die Räume der Burg war natürlich auch vorgesehen.
Mit sehr viel Witz begann die Führung, zuerst durch den Rittersaal, wo noch heute Feste veranstaltet werden. Hier konnten wir 80kg-schwere Rüstungen und einige, sehr alte Gewehre bestaunen. Weiter ging es in die Gemächer. Ein Flügel durfte dort natürlich auch nicht fehlen. Dieses Hammerklavier gehörte angeblich Ludwig van Beethoven höchstpersönlich, doch wurde es von dem Burgherrn etwas später gekauft. Nachdem ich eine kleine Einlage auf diesem Klavier bot, wurden wir schnurstracks in die Folterkammer geworfen. Daumenquetscher, Keuschheitsgürtel und eiserne Jungfrauen waren noch nicht alles, vier Meter dicke Wände sorgten dafür, dass kein Laut oder Hilferuf nach draußen gelangen konnte. Am Ende der Führung kamen wir dann noch zum „Schwurstein“ der Burg. Der Legende nach schwor hier ein Ritter seiner Gemahlin ewige Treue, nachdem er dies jedoch nicht einhielt, starb er plötzlich, als er dem Stein wieder begegnete. Jetzt forderte der Burgherr auch unseren Fuxmajor auf, der Burg ewige Treue zu schwören. Seine Stimme erklang und er schwor der Ö.k.St.v. Greifenstein ewige Treue. Das zweite Versprechen musste seiner Freundin gelten. Nach kurzem Bedenken, auch die Legende im Hinterkopf, sprach er den Schwur doch noch aus.
Zum Abschluss des Ausfluges testeten wir noch einen Heurigen in Greifenstein. Danach begaben wir uns wieder auf den Heimweg bzw. auf die Bude.
Patrick Frankl v. Horus
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